So finden Sie den richtigen Arbeitsspeicher für Ihren PC

Der Arbeitsspeicher, auch Hauptspeicher oder RAM (Random Access Memory) genannt, ist eine grundlegende Komponente in einem PC. Er entscheidet, neben weiteren Komponenten, unter anderem über Leistung und Schnelligkeit des PC’s. Was er macht und wie man den richtigen für seinen PC findet, erfahren Sie jetzt.

Der Arbeitsspeicher dient der CPU zur temporären Auslagerung von Daten. Aber was heißt das jetzt genau. Ganz einfach! Der Arbeitsspeicher ist, wie der Name schon verrät, ein Speicher. Der Prozessor kann in diesen Speicher für eine vorübergehende Zeit (temporär) Daten abspeichern. Jetzt Fragen sich bestimmt einige, warum man dafür Arbeitsspeicher benötigt, das macht ja schließlich die Festplatte auch. Ja, das stimmt, aber der große Vorteil des Arbeitsspeicher ist, dass er bis zu 250 mal schneller ist als eine herkömmliche Festplatte (20Mb/s zu 25Gb/s). Außerdem hat der Arbeitsspeicher extrem viel kürzere Zugriffszeiten, als die Festplatte. Der Unterschied zur Festplatte ist jedoch, dass der Arbeitsspeicher (normalerweise VRAM) ein flüchtiger Speicher ist. Das heißt, dass ständig eine Spannung anliegen muss, damit die Daten nicht verloren gehen. Ist keine Spannung mehr vorhanden, so gehen die gespeicherten Daten verloren.

Wir haben also gelernt, dass der Arbeitsspeicher dazu dient, häufig genutzte Dateien und temporäre Dateien der CPU zwischenzuspeichern, um uns beim nächsten Gebrauch schnellere Zugriffszeiten zu ermöglichen.

Worauf muss ich achten:

Grundsätzlich gibt es beim Arbeitsspeicher eher weniger zu beachten. Trotzdem sollte man sich gut überlegen, welcher Arbeitsspeicher in das jeweilige System passt.

Bauform:

Als erstes kommt es auf die Bauweise an. Die meisten Arbeitsspeicherriegel sind im Format „DIMM“ gebaut, was soviel heißt wie dual Inline Memory Module. Das bedeutet, dass der Arbeitsspeicherriegel auf der Vorder- und Rückseite Kontakte besitzt, die unterschiedliche Signale übermitteln. Diese Art von RAM ist die am meisten verbreitetste und wird sich sicherlich auch bald in Ihrem PC wiederfinden. Diese Art sollte nicht mit SO-DIMM verwechselt werden; Die gängigste Bauweise von Arbeitsspeicher in Laptops.

Interface:

Als zweites muss man sich schlau machen, welches Interface der Prozessor und das Mainboard unterstützen. Meistens läuft dies auf DDR3 hinaus, bei den neueren CPUs / Mainboards auf DDR4. Dieser neueren Standard taktet standardmäßig höher als der ältere Standard DDR3.

Taktfrequenz:

Somit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, auf den man achten sollte: Die Taktfrequenz. Normale Arbeitsspeicher takten bei 1600MHz, was völlig ausreicht. Für Office-PCs genügen oftmals schon 1333MHz. Die DDR4 Speicherriegel takten meist auf 2133MHz. Der Takt sollte aber beim Kauf von Arbeitsspeicher nicht eine so große Rolle spielen. Er macht sich meist nur bei rechenintensiven Anwendungen – wie rendern – bemerkbar.

Kapazität:

Viel wichtiger ist die Speichergröße des /der Modul/e. Hier sollte man mindestens 4GB verbauen, wenn nicht sogar 8GB. Ich halte selbst nichts mehr von den PCs, die 2GB verbaut haben. da benötigt das Betriebssystem schon das Meiste. 4GB sind für einen Office-PCs ausreichend, für einen Gaming-PC sollten es mindesten 8GB, besser 16GB sein. Eine Zusammenstellung wie 12Gb ist nicht zu empfehlen, dazu gleich mehr. Man sollte zur jetzigen Zeit genau darauf achten, wie viel 4GB oder 8GB kosten. Meistens sind dies nur noch minimale Unterscheide, wobei man dann schnell zum größeren Modul greift.

Die Zusammenstellung:

Die Zusammenstellung der Module spielt auch eine große Rolle. Man sollte den Arbeitsspeicher möglichst im Dual-Channel betreiben, das heißt statt ein Riegel mit 8GB, 2 Riegel mit 4GB zu kaufen und die parallel laufen zu lassen. Dadurch verdoppelt sich die Bandbreite. Quad-Channel ist auch möglich, aber nur sinnvoll bei DDR4 Speicher, da der DDR3 Speicher dieses Feature nicht unterstützt.

Noch ein paar Kleinigkeiten:

Auf die Latenzzeiten könnte man auch achten, soll jetzt aber nicht weiter Thema sein, weil dies nicht maßgeblich zur Schnelligkeit beitragen. Faustregel hier: Umso niedriger desto schneller. Aber wie gesagt, daran sollte man sich nicht zu lange aufhalten. Weiter in die Materie Dual-Channel oder Quad-Channel bzw. Latenzzeiten möchten wir nicht eingehen, da dies zu Umfangreich werden würde. Dieser Ratgeber soll ja dazu dienen, Sie kurz über die wichtigsten Dinge beim Kauf eines PCs zu informieren.)

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