iFixit iopener

Schnelles Öffnen von verklebten Smartphones und Tablets, langes Wärmespenden und wiederverwendbar, all das verspricht der iopener von iFixit. Ich habe mir ein Set von iFixit bestellt, um es an einem iPad Air zu testen. Ob das Produkt seine Versprechen halten kann, erfahrt ihr im folgenden Test. Dies wird kein gewöhnlicher Test, in dem ich Noten für einzelne Kategorien vergebe, sondern ich werde das Ergebnis meiner Erfahrungen in einem Fließtext präsentieren.

Das iFixit iopener Toolkit gibt es ab 25€. Ich habe es mir bestellt, da ich ein iPad Air öffnen wollte und auf einen Heißluftfön verzichtet habe. Als ich das Paket öffnete war ich überrascht von der Übersicht, die man über die Werkzeuge hat. Alles ist, wie auf den Bildern zu sehen, sehr sortiert und hat seinen Platz. Neben dem handelt sich es hierbei auch nicht um irgendein billiges Werkzeug, sondern um stabile Komponenten. Bevor wir aber zu dem iopener kommen, wollte ich erst mal über das zusätzliche Werkzeug, welches wir beim Toolkit mitgeliefert bekommen, vorstellen.

Das Werkzeug

Zunächst die Plektren. Diese sind gut zu biegen und gehen auch wieder in ihre Ursprungsform zurück. Sie sind ausreichend flexibel und spitz genug, um zwischen Display und Gehäuse zu passen. Auch die beiden Karten sind sehr stabil. Im Praxistest erweien sie sich auch als extrem stabil. Man kann sehr hohen Druck ausüben, ohne das sie wegknicken. Dies ist vor allem sehr wichtig, wenn man einen verklebten Akku tauschen will. Der Saugnapf ist auch sehr stabil, jedoch hat sich herausgestellt, das ein einziger Saugnapf etwas wenig ist, um ein iPad Display anzuheben. Man sollte sich also für ein größeres Display unbedingt mehrere Saugnäpfe besorgen, damit man das Display gleichmäßig abnehmen kann, um einen Glasbruch vorzubeugen. Die Pinzette ist hervorragend. Sie ist sehr spitz und somit bestens für kleine Teile geeignet. Auch der Schraubenzieher mit wechselbarem Aufsatz ist, wie auch die dazu gehörigen Aufsätze, gut verarbeitet.

Der iopener

Der iopener ist auch stabil verarbeitet und weist keinerlei Verarbeitungsfehler auf. Die Ummantelung ist stabil und die Füllung fühlt sich leicht dickflüssig an. So gut er auch verarbeitet ist, so schlecht ist seine Leistung. Zunächst legt man ihn für 30 Sekunden in die Mikrowelle, aber selbst bei einer 1000 Watt Mikrowelle wird er nicht ausreichend heiß, um die Klebenaht zu lösen. Auf der Website des Herstellers wird ausdrücklich davor gewarnt, den iopener länger als 30 Sekunden am stück zu wärmen. Um sicher zu gehen, dass meine Mikrowelle nicht zu schwach ist, habe ich den iopener sogar 50 Sekunden in der Mikrowelle erwärmt, ohne gewünschten Effekt. Das war eigentlich nicht so wie gedacht. Der iopener schafft es trotz langer Aufwärmung nicht, den Kleber anständig zu erhitzen. Nach über 25 Minuten und mehrmaligen Wiederaufwärmen in der Mikrowelle habe ich es dann aufgegeben und habe zum Haarfön gegriffen. Zwar dauert es mit diesem auch nicht gerade kurz, aber einen Heißuftfön hatte ich leider gerade nicht zur Hand. Der iopener macht einen super Job, wenn es um das Warmhalten oder das Vorwärmen geht. Aber der iopener alleine kann ein iPad nicht öffnen.

Wo sich aber der iopener durchaus lohnt, ist, um den Kleber am Akku vorzuwärmen. Dies macht er sehr gleichmäßig. Zwar ist hier ein Fön auch schneller, jedoch sollte man bedenken, dass ein Lithium Akku nicht zu viel Wärme abbekommen sollte.

Fazit

In Anbetracht dessen, dass man einen Heißluftfön schon ab 15€ im Internet bestellen kann, ist der iopener nicht optimal dafür geeignet, um ein iPad oder ähnliche Geräte zu öffnen. Wer jedoch ein rundum Set haben möchte, welches viel hochwertiges Werkzeug beinhaltet, kann sich solch ein Set durchaus kaufen. Für Personen, die keine Geduld beim Öffnen eines Gerätes haben, ist dieses Produkt mit Sicherheit nichts. Diese sollten dann einen Heißluftfön benutzen. Schließlich ist es trotz all dem möglich, mit dem iopener und einem Haarfön ein verklebtes Smartphone oder Tablet zu öffnen.

Wie das funktioniert, werde ich bald an einem iPad Air demonstrieren.

 

 

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